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So ein Witz oder der Partnerabend als Neujahrsvorsatz


Kennen Sie eigentlich den MMS-Witz? Ich erspare Ihnen ,geneigter Leser, diesen jetzt obzwar amüsant und heute Mittwoch. Womit ich mich auch schon fast geoutet habe. Ich bin ein Fan von mittwöchigen „Partnerabenden“. Ist doch so ein Abend quasi das organisierte Date mit Erfolgsgarantie. Nicht immer aber immer öfter, und genau darin liegt ein Teil des Reizes. Aber beginnen wir doch am Morgen, denn schon da kommt das erste Prickeln auf. Was zieht Sie an? Oder in anderen Worten, was krieg ich heute zu sehen? Das Naughty Jane Teil? Die schwarze Spitzenkombination, die das weiche Weiß ihrer Brüste so besonders zur Geltung bringt? Trägt Sie gar halterlose Strümpfe unter den Jeans? Womöglich kein Höschen? Diese und ähnliche Gedanken begleiten mich dann von der morgendlichen Dusche an – regt sich da etwa? Nein, nicht doch. Oh doch! - durch den Büroalltag. Ob Sie wohl ähnliche Gedanken hegt? An die letzten Abende zurückdenkt? Oder nichts von alledem? Da fällt mir ein, wer ist eigentlich dran mit organisieren. Das passiert nämlich abwechselnd. Einmal Sie, einmal ich! Letztes Mal wäre ich dran gewesen, aber das war ja dann nichts. Naja, so kann man das auch nicht sagen, denn, letzten Mittwoch abend, glauben sie mir, da waren wir beide ziemlich, sagen wir mal, ausser Atem als wir nach Hause kamen. Und bis wir ausser uns waren, tja, das hat gerade mal 5 Minuten gedauert. Und ich weiß bis heute nicht, was Sie „drunter“ getragen hat und ob überhaupt. Genossen haben wir beide den Abend danach. Den Tisch im tamilischen Restaurant hab ich gleich abbestellt. Ein Gläschen Rotwein war es dann statt des geplanten romantischen „Dinners for Two“. Schlabberlook statt Haute Couture. Plaudern und Nähe spüren statt Elegance und Distance. Vergessen die Tischmanieren und der Knigge, Krümel auf der Couch, Ketchup im Bett und Schokosauce im nicht vorhandenen Dekolltee und an meinen Lippen. Nicht nur, denn in der Früh haben wir das Bett dann frisch angezogen. Seltsam, das Bett hat heute morgen keiner gemacht. Ob das was zu bedeuten hat...


P.S.: Ich weiß nicht wie es Ihnen geht, aber ganz sicher bin ich mir nicht, ob wir´s heute ins „Sri Lanka“ schaffen. Spicy sind die Speisen dort, echt „hot“ aber ich bin jetzt schon scharf – und heiß!

P.P.S: Sollten Sie den unbändigen Drang verspüren, den eingangs erwähnten Witz zu, hm, lesen, lassen Sie es mich wissen.


Advent, Advent, …
Ursprünglich die stillste und besinnlichste Zeit des Jahres, heute ein Rausch der Sinne ohne Sinnlichkeit. Gott, oder besser der Finanzkrise sei Dank fehlt so manchem Bezirk und mancher Gemeinde in diesem Jahr das Geld für die schrille Weihnachtsbeleuchtung. So bleibt zumindest mancherorts der Koitus brute zwischen Licht und Lärm aus. Wie sich gerade im Advent ein Abend ohne Lärm und Licht geradezu aufdrängt. Nahezu so wie ich Ihnen jetzt nachstehendes Plädoyer für die Sinnlichkeit in der sinnlichen Zeit aufdränge. Versetzen Sie sich zurück in Zeiten als das vorweihnachtliche Glänzen der Augen mit der Neugier rang, der Duft von Lebkuchen und anderen Spezereien die Küche in einen orientalischen Tausend-und-eine-Nacht-Palast verwandelte, das Flackern von Kerzenschein eisgeblümte Fenster silbrig glänzen ließ und das schummrige Licht aus den Selben die dunklen Straßen der Nacht in romantische Goldtöne tauchte.


In die Zeiten, als Sie es kaum erwarten konnten, das erste Türchen zu öffnen. Diese Vorfreude erhalten Sie sich bis Sie zu Hause das Türchen öffnen (nicht DAS Türchen, erst mal die Haustüre). Zu Hause angelangt lassen Sie dieses Gefühl sich mit der Lust paaren die gerade in Ihnen aufsteigt (Sie selbst paaren sich bitte erst später). Jener Lust, die beim virtuellen Flanieren durch die Welt der High-heels und Halterlosen, der kessen Strings und knappen Tangas, der neckischen Hemdchen und verruchten Korsagen an makellosen, glatten, glänzenden, nackten Körpern aufkommt. Wählen Sie ihr Stück, streifen Sie dieses schon mal in Gedanken Ihrer Liebsten über und auch gerne wieder ab. Malen Sie sich aus was Sie mit Miss Goldfrau und Paris Gold anstellen, aber halten Sie sich zurück – noch! - denn lustvoll Shoppen ist wie Sex: Macht zu zweit einfach mehr Freude. Versinken Sie in Gedanken. Tauchen Sie ein in die Welt der erotischen und erotisierenden Geschenke und Verpackungen. Aussuchen, auspacken, allein das Rascheln des Papieres ein Ohrenschmaus an Ahs und Ohs. Anziehen, ausziehen das prickelnde Knistern von Samt und Seide, Tüll und Plüsch dazwischen Ahs und Ohs die gleichsam dem Orgasmus ein „h“ einhauchen“.

Nicht zu vergessen Tee; der Duft von heißem Tee mit Zimt und Nelken, Honig und Passionsfrucht, wahre Aphrodisiaka für Nase, Gaumen, Lippen erfüllt den Raum. Eine Tasse bitte, nicht zwei. Spüren Sie die Hände, die sich um die Tasse legen und sanft Ihre Finger entlang streichen. Spüren Sie das Flackern der Kerzen, das Zittern der Knie, das Kribbeln im Magen und auf der Haut. Genießen Sie allabendlich ein Potpourri der Sinnlichkeit für alle Sinne. Be-Sinnen Sie sich der ersten zärtlichen Berührungen und schüchternen Küsse. Ent-Sinnen Sie sich gemeinsam genossener Schaumbäder und Kuschelstunden, aufgewühlter Emotionen und zerwühlter Betten. Geben Sie der besinnlichen Zeit die Sinnlichkeit zurück. Orgasmus-Frage und Frage-Orgasmus Zur Freude der Frauen (hoffentlich) schreibt hier ein Frauenfreund. Kein Frauenversteher! Darauf lege ich größten Wert. Und mehr müsst Ihr, freudige Frauen und Frauenfreunde, nicht wissen. Noch nicht, aber ich denke im Lauf der Zeit werden wir uns doch besser, intensiver und vor allem intimer kennen lernen. Es sei denn, ihr wollt meine Kolumne nicht. Dann nämlich wird die Chefin einschreiten, ihr werdet nichts mehr von mir lesen und ich werde nicht mehr schreiben (dürfen). Weshalb wir auch gleich zur Sache kommen. Schließlich heißt die Seite hier Frauenfreude.com und nicht Geschwafel.org oder Gelaber.de.

Wie wohl ich mir gerade von Frauen und Frauenfreunden Verständnis für eine kurze Vorstellung erwarte. – Auch wenn Mann sich kein Verständnis für eine kurze Vorstellung erwarten darf – raus aus den Klamotten, rein, raus, rein in die Klamotten. Keine zwei Minuten, inklusive Duschen! Wo kämen wir denn da hin und käme Frau da überhaupt? Aber Vorspiel muss sein (nicht immer) und so auch eine Einleitung (der Akt will ja auch eingeleitet werden, meistens).

Die Frage nach dem Kommen ist überhaupt so eine Frage. Seit dem 68er Jahr (zirka) wird diese Frage im wahrsten Sinn des Wortes zum Höhepunkt aller Fragen des hetero-, biund femininen monogeschlechtlichen Sexuallebens hochstilisiert. Quasi der frauenfreundliche Frage-Orgasmus. Ich persönlich glaube ja, dass dieser Frage-Orgasmus zur Orgasmus-Frage einer der Libidokiller schlechthin ist. Ein echter Terminator des Liebeslebens.

Er: „Schatz bist Du gekommen“
Sie: „Nein“
Er: „Dein Pech!“
oder
Er: „Schatz bist Du gekommen“
Sie: „Nein“
Er: „Dann hab ich´s wohl (wieder) nicht gebracht...“

… wahrlich sehr an- und erregend, auf- und erbauend finden Sie auch? Wie überhaupt fragen und Fragen zum Thema Nummer Eins wohl eher ab- als anturnend sind. Ein noch so zärtlich gefragtes „Häschen (wahlweise Mäuschen oder anderen Kosenamen einsetzen), wollen wir es heute tun“ zeigt im Vergleich zum sanften Tun an sich, kaum Wirkung. Tun nicht fragen gilt nebstbei erwähnt auch für das Shoppen von Dessous, den Erwerb von Spielen und Spielsachen für Erwachsene, erotische Schaumbäder, romantische Candle Light-Dinner,...

In diesem Sinne liebe Frauenfreunde, fragen Sie nicht tun Sie es! - Und glauben Sie mir, mit einem Minimum an Feingefühl ersparen Sie sich Frage-Orgasmus und Orgasmus- Frage

 

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