

Warum ausgerechnet der Hase zum Symboltier für Ostern wurde
Eine Theorie besagt, dass der Osterhase ein missratenes Osterlamm sein soll: Bäcker haben aus Teig ein Osterlamm geformt, das dann aber eher wie ein Hase aussah.
Vermutlich war es noch viel elementarer. Es ist denkbar, dass die Menschen einen Zusammenhang zwischen denen sich, gleich den Eiern, im Frühjahr stark vermehrenden Hasen sahen. War der Winter lang, kamen die Hasen im Frühjahr zur Futtersuche in die Dörfer. Wer sollte also für die Vielzahl von Eiern verantwortlich sein, wenn nicht Meister Lampe persönlich!?
Verspeist wurde folglich nicht nur sein vermeintliches Produkt, sondern auch der Überbringer, von dessen Verzehr man sich Fruchtbarkeit versprach. Das Tier der Liebesgöttin Aphrodite.
Er ist, so wie das Ei, ein Zeichen für Leben.
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Der Osterhase wird auch mit der Dreieinigkeit Gottes in Verbindung gebracht. Es gibt ein mittelalterliches Bild, das drei Hasen zeigt, die so mit den Ohren verbunden sind, dass sie ein Dreieck bilden. Im Dom zu Paderborn gibt es das sogenannte "Dreihasenbild" zu sehen. Die ältesten Zeugnisse über den Osterhasen stammen von protestantischen Autoren. Protestanten lehnten die katholischen Osterbräuche ab und entwickelten im 17. Jahrhundert als Eierlieferanten den Osterhasen: er solle die Eier bemalen und verstecken. So richtig bekannt wurde der Osterhase erst im 20. Jahrhundert – nicht zuletzt durch die Süßwarenindustrie.