
Fasten nach Buchinger / Lützner
Entlastungstag(e): Das Fasten nach Buchinger/Lützner beginnt mit einem oder mehreren Entlastungstagen. Dabei wird die Ernährung schon auf leichtere Kost umgestellt und bereits auf Genussmittel wie Kaffee, Nikotin und Alkohol verzichtet.
Darmreinigung: Am ersten Fastentag wird dann eine gründliche Darmreinigung durchgeführt. Dazu wird meist eine Glaubersalzlösung getrunken oder ein mehrmaliger Einlauf durchgeführt. Der Einlauf sollte im Verlauf der folgenden Fastenzeit regelmäßig wiederholt werden.
Das Fasten: Wichtig bei jedem Fasten ist das ausreichende Trinken. Bei der Buchinger / Lützner - Methode gibt es verschiedenste Tees, viel Wasser und einmal am Tag einen Obst oder Gemüsesaft. Weiters meist mittags eine Gemüsebrühe, natürlich ohne Gemüse und Salz. Damit wird einem Mineralstoffmangel vorgebeugt. Erlaubt ist auch, vor allem bei Kreislaufschwäche, ein Teelöffel Honig in den Tee.

Die F.X. Mayr Kur
Der österreichische Arzt Dr. F. X. Mayr erkannte, dass der Schlüssel zu Gesundheit und Wohlbefinden in einer gesunden, leistungsfähigen Verdauung liegt und entwickelte aufgrund dieser Erkenntnis ein ganzheitliches Ernährungskonzept, das den Darm von Grund auf regeneriert und uns den Weg zu einer natürlichen und bewussten Lebensweise zeigt. Hierbei werden über mehrere Tage oder Wochen alte Semmeln Bissen für Bissen mit Milch eingespeichelt und bis zu flüssigem Milchbrei gekaut.
Heute werden alternativ zur Milch und den Semmeln, Basensuppe und Dinkelbrötchen geboten. Die drei großen Prinzipien, die mit der F. X. Mayr-Kur verfolgt werden, sind die drei "S": Schonung - Säuberung – Schulung
Schonung durch das Fasten für die Verdauungsorgane und einer konsequenten Esskultur.
Säuberung der Verdauungsorgane durch Glaubersalzeinnahmen und Einläufe, und neu erlernte und bewusste Schulung des guten Kauens.
Detaillierte Informationen folgen nach unserer sehr persönlichen Fastenkur.
Das Hildegard Fasten
Hildegard von Bingen war eine der bedeutendsten und schillerndsten Frauengestalten des Mittelalters. Sie lebte von 1098-1179. Zu einer Zeit, in der die damalige Gesellschaft von Frauen höchste Zurückhaltung forderte und der Zugang zu höherer Bildung für Frauen versperrt blieb, entwickelte sich Hildegard von Bingen zu einer Person, die sogar Kaiser, Könige und Päpste beeinflusste.
Beim Fasten ging es Hildegard von Bingen nicht ausschließlich um das Entgiften des Körpers und den Abbau überflüssiger Pfunde, sondern sie hielt das Fasten für besonders wertvoll, weil es dem Menschen den Kontakt zu seiner Seele erleichtert. Durch das Fasten richtet sich die Konzentration automatisch nach innen und erleichtert dem Menschen die innere Einkehr und Besinnung und bietet ihm somit auch eine Chance zur Wandlung und Neuorientierung.
Beim Hildegard-Fasten sollte sechs bis zehn Tage lang mindestens einmal täglich, eventuell auch zweimal, eine Fastensuppe gegessen werden. Zwischen den “Mahlzeiten“ ausreichend Fencheltee, abgekochtes Wasser und eventuell auch Dinkelkaffee trinken.
Einläufe gehören wie beim “normalen“ Fasten zum Standardprogramm.
Hinzu kommt ein täglicher Leberwickel, das Trockenbürsten am Morgen und wahlweise abgekochter oder unbehandelter “Herzwein“ zur Entgiftung und Kräftigung des Kreislaufes.