

Fasten ist ein einfacher Weg zu mehr Leichtigkeit, der bei Gesunden keiner ärztlichen Unterstützung bedarf.
Im wesentlichen geht es darum, dass Essen einzustellen, dafür täglich mindestens zwei Liter gutes Wasser bzw. Tee zu trinken und für eine ausreichende Darmreinigung, am besten mittels Einlauf, zu sorgen. Meditation auf der einen und Wanderungen auf der anderen Seite bringen während einer Fastenkur den richtigen Rhythmus von Ruhe und Anspannung. Diesbezüglich sollte sich jeder Fastende sein eigenes Programm zusammenstellen.
Besondere Aufmerksamkeit wird dem Fastenbrechen geschenkt. Das ist der heikelste Punkt beim Fasten - wieder ins Essen einsteigen. Die darauf folgenden Aufbautage bedürfen eines speziellen Speiseplans und besonderer Disziplin. Dafür ist es in dieser Zeit relativ leicht möglich, neue, gesündere Essensgewohnheiten anzunehmen.
Beim Fasten unterscheiden wir zwischen Heilfasten, Fasten für Gesunde und dem spirituellen Fasten.
Im Folgenden können Sie über die einzelne Begriffe des Fastens nachlesen:
Heilfasten dient konkret der Heilung einer Krankheit. Oder als vorbeugende Maßnahme bei bestehendem Risiko einer Erkrankung. Heilfasten wird in der Regel unter direkter ärztlicher Aufsicht durchgeführt, meist in speziellen Fastenkliniken. Den Begriff "Heilfasten" prägte Dr. Otto Buchinger in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Er konnte die positive Wirkung des Fastens am eigenen Leib erleben - nach 2 Fastenkuren verschwand sein chronisches Gelenkrheuma.
Daraufhin entwickelte er eine eigene Fastenmethode, die unter der Buchinger-Methode bekannt wurde und eröffnete mehrere Fastenkliniken.
Heilfasten ist ein anerkanntes Naturheilverfahren.
Fasten für Gesunde
Der Begriff "Fasten für Gesunde" wurde von Dr. Hellmut Lützner geprägt.
Mit seinem Bestseller "Wie neugeboren durch Fasten" bereitete er dem Fasten den Weg aus den Kliniken heraus ins breite Publikum und nannte es "Fasten für Gesunde. Damit wurde die Buchinger-Methode erstmals nicht zur Heilung bestehender Krankheiten eingesetzt, sondern bei gesunden Menschen. In seinem Buch schildert er sehr ausführlich und gut verständlich den Ablauf einer Fastenwoche. Damit verhalf er dem Fasten zu großer Popularität.
Die Fastenkurse finden in Hotels, Pensionen oder eigenen, spezialisierten Häusern statt. Vorträge über gesunde Ernährung und viel Bewegung stehen an der Tagesordnung.
Dabei werden unterschiedliche Zusatzprogramme angeboten, die der Erholung dienen sollen:
z.B. Massagen, Wandern, Meditationen, Ausflüge, Gesprächsrunden, Yoga,....

Spirituelles Fasten
Bei jeder Art des Fastens wächst die Sensibilität für tiefergehende Gedanken. Beim spirituellen Fasten erhält dieser Aspekt besondere Aufmerksamkeit.
Meditation, Stille und Schweigen sind oft wirksame Begleiter in der Zeit der Einkehr. Das Gebet erhält eine große Tiefe.
Die Dauer beträgt in der Regel zwischen 7 und 14 Tagen.
Die Veranstaltungsorte sind einsam und ruhig gelegen, wie z.B. Klöster.
Besonders geeignet ist spirituelles Fasten als Vorbereitung auf einen neuen Lebensabschnitt und bei wichtigen Fragen und Entscheidungen, wie z.B.: Berufswahl, Ehe, Lebensgemeinschaft, nach dem Verlust eines geliebten Menschen, Ruhestand und bei grundlegenden Fragen zum eigenen Leben.