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Gerichte für Romantiker – verführerisches Kochen mit Blüten

Kochen kann sooo romantisch sein! Vorausgesetzt man kennt sich in der Blütenwelt aus und weiß, welche Blumen unbedenklich zur Dekoration oder zum Verzehr eingesetzt werden können.


Bekannt für den Einsatz in der Küche sind Veilchen, Rosen und die Kapuzinerkresse. Diese Blüten werden tatsächlich wegen ihres Geschmacks eingesetzt, während die meisten anderen essbaren Blüten mehr der Dekoration dienen.

Die hohe Kunst des Kochens mit Blüten lebt vor allem von der Kreativität der Menschen, die sich mit hübschen bunten Blumen einen Hauch von Romantik auf den Teller zaubern wollen. Also ab in den Garten und ein wenig von den Rosen zupfen, ein paar Lavendelblüten abschneiden oder einfach nur Gänseblümchen von der Wiese pflücken.

Waldmeisterblüten zum Beispiel sind nicht nur hübsch, sondern riechen nach Vanille, wenn sie erwärmt werden. Holunderblüten duften herrlich süß und schmecken lecker in Teig getaucht und herausgebacken.

Nichts für Zuckergoscherl sind Begonien, die aufgrund ihres Oxalsäuregehaltes leicht säuerlich schmecken und in Zucker gehüllt an saure Drops erinnern. Eher pikant schmeckt die Sumpfdotterblume, deren Knospen als Kapernersatz herhalten können.

Viele Blüten kann man zum Kandieren verwenden: Rosenblüten, Veilchen (auch Ackerveilchen) oder Heckenrosen eignen sich hervorragend als süße Verführung.

Wie zaubert man sich nun romantisch kandierte Blüten?
Um Rosenblüten zu kandieren schneidet man den Stielansatz von den Blütenblättern ab, denn der schmeckt bitter. Sehr junge und feine Blüten kann man jedoch auch im Ganzen verwenden.

Nun erhitzt man 3 Teile Zucker und 1 Teil Wasser vorsichtig um den Zucker aufzulösen. Ein Teil des Sirups wird über die Blüten gegossen.

Diese lässt man über Nacht auf Wachspapier liegen. Am nächsten Tag dickt man den restlichen Sirup durch Erhitzen wieder etwas an und gießt ihn so lange über die Blüten, bis diese den Sirup vollkommen aufgesogen haben. Dann lässt man die kandierten Blüten trocknen und bewahrt sie luftdicht auf.

Für den kreativen Einsatz dieser bunten Nascherei sind keine Grenzen gesetzt!

Wir bedanken uns herzlich bei Herrn Bsteh vom gleichnamigen Gasthaus in Wulzeshofen in Niederösterreich, der uns sein Know-how zur Verfügung gestellt hat.
www.bsteh.at

 

 

 

Text: Brigitta Mesenich, www.bsteh.at
Foto: shutterstock.com